Ostwind Kindergottesdienst

11.06.2023

Die Kinder in der Mitte der Gemeinde. Thema des Gottesdienstes war die Geschichte vom Volk Israel in der Wüste. Gott lässt Wasser aus dem Felsen herauskommen.

Zu diesem Ostwind-Gottesdienst waren die Kinder mit ihren Eltern, Grosseltern und alle Lehrkräfte aus dem ganzen Bezirk eingeladen. Die Kinder sollen in diesem Gottesdienst besonders in der Mitte der Gemeinde stehen.

Nach dem Eingangsgebet sangen die Kinder das Hauptlied „Ich bin sicher an der Hand des Vaters“. Für einmal wurde kein Bibelwort vorgelesen. Einige Kinder und Jugendliche haben die „Bibelstelle“ vom Volk Israel in der Wüste vorgespielt. Sehr lebendig haben sie erzählt und aufgezeigt, wie das Volk gemurrt hatte, weil es heiss war und sie Durst hatten. In der Kirche wurde ein grosser „Felsen“ aufgebaut. Dort klopfte nun Mose mit seinem Stab an den Felsen und es kam wirklich Wasser aus dem Felsen – das Volk hatte wieder zu trinken (4. Mose 20, 1-13).

Zum Predigtteil stand der Bezirksälteste nicht hinter dem Altar, sondern ging direkt vor die Bankreihen bei den Kindern. Es ging um das Element Wasser. Die Kinder haben aktiv erzählt, wie wichtig das Wasser im Leben ist. Das Volk Israel musste nicht verdursten, weil der liebe Gott geholfen hat.

Zwei Botschaften stehen da im Vordergrund. Zuerst einmal die Frage: Haben Mose und Aron gemacht, was der liebe Gott von ihnen wollte? Mose hat nicht Gott in den Vordergrund gestellt. Sie haben dem Volk gesagt, dass sie nun für Wasser aus dem Felsen sorgen werden. Der liebe Gott haben sie nicht erwähnt. Das ist die Botschaft. Wir sollen uns nicht allein auf unsere Fähigkeiten verlassen – wir sollen uns auf die Hilfe Gottes verlassen und um diese Hilfe beten. Der Bezirksälteste erzählte ein Erlebnis aus der Kindergartenzeit. Damals wurden er und sein Bruder von einem grösseren Jungen immer geplagt. Sie haben dann zu Gott gebetet – sie haben es auch dem Priester und der Sonntagsschullehrerin gesagt und gemeinsam um die Hilfe gebeten. Bald darauf ist dieser Junge mit seiner Familie weggezogen und das Problem hatte sich gelöst. Ohne, dass man selbst etwas machen musste. Es hat noch eine zweite Botschaft. Weil das Volk Israel kein Wasser hatte, waren sie unzufrieden und murrten. Trotzdem hat der liebe Gott geholfen und sie mit dem lebenswichtigen Wasser versorgt.

So sorgt der liebe Gott auch für uns. Auch wenn wir mal etwas murren und unzufrieden sind. Der liebe Gott ist mit uns geduldig und gibt Gnade. Die Kinder und die Gemeinde haben dem lieben Gott einen Applaus dafür geschenkt, weil er doch so ein geduldiger und grossartiger Gott ist.

Als rhythmisches Zwischenstück haben zwei Kinder auf ihren Djemben gespielt. Für diesen Vortrag haben sie einen grossen Applaus erhalten.

Beim Mitdienen wurde auf den Stab von Mose hingewiesen. Der liebe Gott hatte Mose aufgetragen, mit seinem Stab an den Felsen zu klopfen und dann kam das Wasser. Wir haben auch einen Stab mit unserem Glauben und unserem Vertrauen zu Gott. So wie wir in einem Lied singen: Einen goldnen Wanderstab – dieser Stab ist mein Glaube. Es wurde auch hingewiesen, dass man mit Wasser vieles machen kann. Als Beispiel die Blumen giessen, sich waschen oder auch „götschen“. Es gibt auch das geistige Wasser. Dieses Wasser gibt uns der heilige Geist. Wir werden gereinigt mit diesem Wasser bei der Sündenvergebung. Wir können das geistige Wasser trinken und werden dadurch gestärkt. Wir können auch „götschen“ mit dem geistigen Wasser. Es soll uns Freude machen in den Gottesdienst gehen zu können und den lieben Gott zu erleben. Es soll uns Freude machen, sein geistiges Wasser aufzunehmen und Gemeinschaft mit ihm zu pflegen.

Die Kinder und die Gemeinde haben zusammen das Busslied „Ich lade oi ii zu Brot und Wii“ gesungen. Zum Schlussgebet wurde noch etwas spezielles erlebt. Der Bezirksälteste und die Kinder bildeten einen Kreis und hielten sich an der Hand. Auch in der Gemeinde haben sich die Geschwister die Hand gegeben und so fest verbunden dem lieben Gott für das Erlebte gedankt.

Zum Abschluss wurde Schwester Nicole Keller für die lange aktive Zeit als „Verantwortliche Kindermusik“ im Bezirk Wil gedankt. Es konnte für diese wertvolle Aufgabe in Nora Beck eine Nachfolgerin gefunden werden. Beide haben einen herzlichen Applaus erhalten. Nach dem Gottesdienst konnte man sich noch mit Wienerli und Kuchen verpflegen – und es gab für alle genug zu trinken!